Natursteine im Bauwesen
Allgemein Oktober 14th, 2007Alle Steine, wie sie in der Natur vorgefunden werden, werden als Naturstein bezeichnet. Um sie beim Bau von Häusern einzusetzen, werden sie jedoch bearbeitet und heißen dann Naturwerksteine. Diese im Bau verwendeten Steine kommen aus Steinbrüchen.
Die Steine werden anschließend in den Betrieben, die Steine verarbeiten, zurecht gesägt und die Oberflächen werden bearbeitet. Der Reiz eines Natursteins besteht in den kleinen Unebenheiten, Farbunterschieden und Einschlüssen, die sich nicht vermeiden lassen und die Steine einmalig aussehen lassen.
Vorteile der Verwendung von Natursteinen im Bauwesen aus der Sicht eines Architekten:
Sie sind antiallergisch, Zigaretten haben ihnen nichts an. Natursteingewinnung ist energiesparend. Die Steine sind unbrennbar und abriebfest. Außerdem können sie bei Bedarf problemlos entsorgt werden. Natursteine verfügen über viele Farben und Oberflächeneigenschaften, ebenso auch unterschiedliche technische Merkmale (z. B. Wasseraufnahme, Festigkeit).
Man sieht den Natursteinen ihre Qualität und damit Empfindlichkeit nicht an. Bei gleicher Verlegung und ähnlichem Aussehen kann ein Marmor rosten, ein anderer nicht. Billiger Granit kann dem hochwertigeren ähnlich sehen.
Bei Kalkstein und Marmor müssen bei der Reinigung spezielle Pflege- und Reinigungsmittel verwendet werden, da diese Steine säureempfindlich sind.
Es gibt verschiedene Härtegrade bei den Natursteinen. So werden Granit und Basal als besonders harte Natursteine häufig in Außenbereichen mit hoher Beanspruchung verbaut. Kalksteine oder Marmore kommen wegen ihrer geringeren Beständigkeit meist im Innenbereich zum Einsatz.
Natursteine werden bei der Herstellung von Zement verwendet, im Gartenbau und Innenausbau, zum Beispiel für Fassadenverkleidungen oder Fensterbänke, Treppen, Küchenarbeitsplatten, Waschtische oder Bodenbeläge.
Stufen oder Fassadenverkleidungen werden zum Beispiel aus Granit gefertigt, Fensterbänke oder Bodenbeläge können aus Marmor hergestellt werden. Für das Dachdecken findet besonders in der Thüringer Region nach wie vor der Schiefer Anwendung.
Die meisten verwendeten Natursteine werden aus China, Südafrika, Indien, Brasilien, Skandinavien, Spanien, Italien oder der Türkei importiert. Eines der wirtschaftlich bedeutendsten Gesteinsvorkommen in Deutschland findet sich zum Beispiel in der Gegend von Eichstädt, nämlich der Jura-Marmor.
Vorteil von Natursteinen sind zum Beispiel eine gute Isolation. Werden bei einem Haus die Grundmauern aus dicken Granitblöcken aufgebaut, haben die innen liegenden Räume eine gute Wärme- und Schalldämmung. Mauerwerk mit einer Dicke von mindestens 36 cm muss normalerweise nicht zusätzlich gedämmt werden, was für die Energiebilanz eines Hauses, auch gerade im Bezug auf den Energieausweis , von Vorteil ist. Natursteine weisen eine hohe Festigkeit auf und eignen sich daher besonders gut für Grundmauern und Fundamente.
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Oktober 14th, 2007 at 14:30
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