Heutzutage werden moderne Damen- und Herrenuhren mit Quarzuhrwerken ausgestattet, die eine hohe Ganggenauigkeit aufweisen. Aber schon immer arbeiten Uhren nach dem Prinzip der Kinematik. Dieses besagt, dass sich Teilchen bewegen, um Energie zu erzeugen. Mit dem Pendel wurde damals die Theorie vom Perpetuum mobile widerlegt. Ursprünglich ging man davon aus, dass ein Pendel, was einmal angeschoben würde, ewig weiterpendeln würde. Doch die damalige Wissenschaft wies nach, dass bei der Umwandlung der Bewegung in Energie auch Verluste durch Reibung (Luftwiderstand) auftraten. Deshalb mussten Pendeluhren auch nach einer bestimmten Zeit wieder mit Hilfe eines Schlüssels aufgezogen werden, um das Pendel erneut in Bewegung zu versetzen.

In den viel später entwickelten Armbanduhren konnte man natürlich nicht mit einem Pendel arbeiten, da es nicht möglich war, dieses herunterhängen zu lassen. Hier werden die winzigen Zahnräder auf Wellen angeordnet und mit Hilfe von Federn und einer so genannten Unruh bewegt. Bereits 1675 ließ sich Christiaan Huygens diese in Frankreich patentieren. Auf einem Rädchen sind in bestimmten Abständen Zapfen angeordnet. Die Genauigkeit dieser Unruh bestimmt die Ganggenauigkeit des Uhrwerks. Anfangs wurden die mechanischen Uhrwerke genauso immer aufgezogen, um in Schwung zu kommen. Mit der Erfindung von Quarzuhrwerken wurde die Genauigkeit der Uhren entscheidend verbessert. Sie brauchen heutzutage nicht mehr aufgezogen werden, da sie mit Hilfe einer Batterie in Gang gehalten werden. Nach etwa einem bis zwei Jahren müssen die Batterien gewechselt werden.

Viele Uhren sind so konzipiert, dass man das technische Wunderwerk des Uhrwerks betrachten kann. Der Boden vom Gehäuse ist durchsichtig. Man sieht die vielen kleinen Wellen und Zahnräder und ihr faszinierendes Zusammenspiel. Uhrwerke besonders luxuriöser Uhren werden mit dekorativen Edelsteinen besetzt, z. B. Rubine oder Saphire.

Sandra Müller

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Nils